Moos im Haar und Schlamm am Zeh

Durch Zufall hatte ich im Januar den Hinweis auf die Kindergruppe des BUND Friedberg und diese Veranstaltungsreihe: BUND Kindergruppe Bad Nauheim entdeckt.

Am 15.3. begann es und bei dem Treffen im Juni ging es um das Thema „Lebewesen im und am Wasser“. Da 9 Kinder im Alter zwischen 6 und 10 nicht von einer Person alleine am Wasser beaufsichtigt werden können, wurde eine Hilfe gesucht und als Oma hat frau ja Zeit.

An den Bad Nauheimer Waldteichen gab es auch einiges zu sehen. Mit viel Geduld erläuterte Doris den Kindern auf was sie achten sollten und dann ging es los. Mit Küchensieben und Köchern, Auffangschalen und Pinseln (zum achtsamen Befördern der Tierchen aus dem Sieb in die Schale) stürzte sich die Meute an das Wasser. Glücklicherweise haben die Tierchen das Geschrei überhört. Auch die Blesshühner gaben sich sehr abgeklärt.

Wir hatten großes Glück beim ersten Fang: es war ein Wasserskorpion dabei.

Danach kamen die Kaupquappen dran: Kröten und Frösche.

Und zum Schluss wurden die erwachsenen Erdkröten gesucht, aber es wurde nur der Kindergarten gefunden (bei dem Geräuschpegel hatten sich die Kröten alle ins Versteck zurückgezogen).

Ein toller Nachmittag, auch mit Muße etwas zu schnitzen.

 

Frauen in technischen Berufen

Twitter (mal wieder):

„Programmiersprachen sind auch Sprachen. Sollten als Pflichtfach in der Schule eingeführt werden. Nicht als naturwissenschaftliches Fach, sondern im Sprachblock wie Englisch und Französisch. Mädchen sind gut in Sprachen. Interessanter Ansatz von Stephanie Bschorr „

Mit der Antwort von @IlsankerGeeky war dann eigentlich alles dazu gesagt:

„Einem Mädchen zu erzählen dass Programmiersprachen auch irgendwie Sprachen sind, nur weil man glaubt dass Mädchen sich eher für Sprachen interessieren? Da kann man auch ein rosa verpacktes Päckchen nehmen um einen Schraubenschlüssel unterzujubeln.“

Aber ich musste mich mit einem vorlauten Statement auch noch äußern:

„Programmieren für alle – ein sehr komplexes Thema. Ich werde in den nächsten Tagen mal meine Gedanken und Erfahrungen darüber zusammenfassen. Auch ob ich darüber Mädchen für Naturwissenschaft interessieren kann.“

und nun wurde ich daran erinnert.

Nun gut, ich versuche es.
Es sind 2 Themen, die getrennt betrachtet werden:
1.) Sollen/müssen Alle Programmieren lernen? und
2.) Kann das Interesse von Mädchen an MINT-Fächern geweckt werden und wie könnte das geschehen?

1.) Sollen/müssen Alle Programmieren lernen?

Wenn heute von „Programmieren in der Grundschule“ gesprochen wird, dann sprechen wir nicht von Basic, Pascal oder Cobol, sondern auf einer grafischen Benutzeroberfläche werden Blöcke zu Befehlen zusammengesetzt. Kinder lernen, bzw. es wird das Verständnis geweckt, dass dem Computer, der den kleinen Roboter steuert, Befehle gegeben werden können und dass die Maschine das tut, was der Computer befiehlt. Habe ich einen Fehler in meinem Programm, dann macht auch der Roboter dummes Zeug. Solches Arbeiten stärkt das logische Denkvermögen und lässt Kinder erkennen, dass Computer auch nur das tun, was Menschen ihnen beibringen (zumindest zur Zeit noch).

Dieses „Programmieren“ macht Sinn und kann natürlich immer weiter ausgebaut werden. Aber das heisst nicht, dass alle Schüler zu Programmierern ausgebildet werden sollen. Es sollte aber allen Diskutanten klar sein, dass ein Grundverständnis für die Digitalisierung absolut notwendig ist und dass damit auch im Grundschulalter die Basis gelegt werden sollte, nicht nur zu den technischen Fragen sondern auch zu den sozialen Aspekten der Digitalisierung.

2.) Kann das Interesse von Mädchen an MINT-Fächern geweckt werden und wie könnte das geschehen?

Warum interessieren sich die meisten Frauen so wenig für Technik?

  1. Es liegt in den Genen bzw. in jahrtausend-langer Prägung?
  2. Es wird durch Erziehung, bzw. durch das soziale Umfeld geprägt – wenn Mütter, Tanten und Omas den Mädchen den Playmobil-Ponyhof schenken und den Jungs die Technik-Baukästen hat das einen Einfluss.

In meinem Umfeld (Familie) kann ich Prototypen studieren (Sohn und Enkel, die absolut der Jungs/Technik-Kategorie zuzuordnen sind). Ja, es sind Umwelteinflüsse da, aber das Interesse an Technik lag bei beiden schon in der Wiege vor. Puppen und Puppenhäuser konnten absolut nicht mit den Technikbaukästen konkurrieren.

Zu dem Problem mit der Mathematik gibt es einige Studien, aus denen abgeleitet werden kann, dass Mädchen in die „Ich bin in Mathe-Deko“-Rolle hineinerzogen werden:

Also muss eine Umerziehung der Eltern, Familie, Lehrpersonal etc. stattfinden ebenso ein Umdenken in der Gesellschaft. PinkStinks legt den Finger in die Wunde der sexistischen Werbung. So lange dies publiziert wird und von der Mehrheit der Gesellschaft als lustig empfunden wird, sieht es schlecht aus:

Zwischenruf: Wie hoch ist eigentlich der Frauenanteil in den Bereichen Werbung und Marketing? Schaufeln sich Frauen da das eigene Grab?

Führt das Ausmerzen sexistischer Werbung und Gender-Marketing dazu, dass sich mehr Frauen für Technik interessieren?
Nein, aber das Vermeiden der Rosa-Hellblau-Falle hilft Mädchen und Jungen sich frei von äußeren Einflüssen nach ihren Neigungen zu entfalten.

Wieviel Frauen studieren denn nun in den technischen Fächern?
Es gibt einige Zusammenfassungen, aber hierbei ist nicht immer ersichtlich was unter den Begriffen „naturwissenschaftlich“, „Ingenieurwesen“ etc. zusammenaddiert wird, aber es zeigt, das in den „klassischen“ technischen Berufen (Elektrotechnik, Maschinenbau etc.) der Frauenanteil sehr gering ist.

http://www.studienwahl.de/data/File/pdf/Themennavigation/Studieren/Stuwa_Studiengangwahl_der_Maenner_und_Frauen_online.pdf

„In den klassischen ingenieurwissenschaftlichen Fächern dagegen bleiben Frauen auch Anfang des 21. Jahrhunderts unterrepräsentiert. Unter den klassischen Maschinenbaustudierenden war im Wintersemester 2016/17 jede Zehnte eine Frau. Klassische deshalb, weil in einzelnen Disziplinen des Studienbereiches Maschinenbau sehr wohl gute Frauenquote anzutreffen waren, etwa in der dazu zählenden Gesundheitstechnik oder der Textil- und Umwelttechnik. Mau sieht es auch in der Elektrotechnik (worunter auch IT fällt) und in der Mechatronik aus (13% und 9%). Ebenso unterrepräsentiert waren Frauen im Studienbereich Verkehrstechnik (12,5%), wozu die Studienfächer Fahrzeug-, Luft- und Raumfahrt- sowie Schiffstechnik, Verkehrsingenieurwesen und Nautik zählen.“

Quelle:  https://www.ingenieur.de/karriere/arbeitsleben/frauen-erobern-den-ingenieurberuf/

Statistik zum selbst rechnen:
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/BildungForschungKultur/Hochschulen/StudierendeHochschulenEndg2110410187004.pdf?__blob=publicationFile

Okay, zurück zur Ausgangsfrage: Wie kann das Interesse von Mädchen an MINT-Fächern geweckt werden?
– Mädchen sind prinzipiell nicht schlechter in Mathe als Jungs,
– allerdings finden Jungs die Technik interessanter als Mädchen,
– das schlägt sich besonders in den Kernbereichen Elektrotechnik und Maschninenbau nieder
–> Prägung durch die Gesellschaft hat mM nach entscheidenden Anteil daran, dass Mädchen und Frauen der Technik fern bleiben.

Kleine Randbemerkung (kann ich mir nicht verkneifen): sozialistische Staaten waren da schon mal weiter und je konservativer die Gesellschaft, desto weniger Frauen finden den Einstieg in die technischen Berufe.

Ahnenforschung Reß: Nachtrag 2

Vorgestern war mein (aller Voraussicht nach) letzter Besuch im Diözesenarchiv in Limburg. Ein letzter Versuch den Eintrag zur Geburt/Taufe des Joseph Reß zu finden. Hierzu muss ich nachtragen, dass der Hinweis „rheinfeldensis“ irreführend war, er gehört zum darüberstehenden Eintrag. Also forschte ich in den Sterbeurkunden und wurde im ev. Kirchenbuch von Burggräfenrode fündig: Eintrag zu seinem Tod in Ilbenstadt am 8.12.1786 im Alter von stolzen 93 Jahren.

Die nächste Suche in Limburg förderte zwar eine ganze Reihe Reßens aus Kiedrich (zwischen 1630 und 1700) hervor, aber kein Joseph dabei. Nach meinem Tibet-Urlaub packte mich noch einmal der Ehrgeiz und ich beschloss die Nachbargemeinden zu durchsuchen, Aber in den umliegenden Gemeinden von Geisenheim bis Winkel wurde ich nicht fündig. Ich konnte ein paar Lücken in anderen Abkommensbäumen schließen (so ist nun die Linie der Weingut-Reßens bis 1630 nachvollziehbar), aber meine Linie hört bei Joseph auf.

Mache ich weiter? Keine Ahnung :-))

Hobby Ahnenforschung: Schwarzentraub

Meine Ur-Großmutter war eine geborene Schwarzentraub vom Hofgut Bubenrod (http://www.buseckertal.de/buseck/orte/bubenrod.html). Nun, von irgendwelchen Grafen oder „von-und-zus“ stammen wir nicht ab, aber die Linie der Schwarzentraubs ist äußerst interessant.

Zunächst endete für mich die Linie bei dem Vermerk des Ur-Ur-Ur-Großvaters „aus Sellbach/ Waldeck“. Dieser Ur-Ur-Ur-Großvater war schon eine besondere Persönlichkeit. Er war 2 x verheiratet und hatte mit Ehefrau 1 (Katharina Esch) 9 Kinder und mit Ehefrau 2 (Anna Bachmann) 10 Kinder. Wenn alle Nachkommen zum Zeitpunkt seines Todes noch am Leben gewesen wären, wären es 19 Kinder, 53 Enkel und 17 Urenkel gewesen!!
Er kam als Arbeiter auf das Hofgut, übernahm es dann als Pächter und wurde schließlich Eigentümer. Als er starb hinterließ er 3 Höfe und 2 Mühlen.
Woher ich das alles weiß? Zu früheren Zeiten war es bei angesehenen, begüterten Menschen üblich bei einer Beerdigung ein kleines Heft zum Andenken an den Verstorbenen zu drucken und an Freunde und Verwandte zu geben.
Die Hefte zur Beerdigung des Christian Schwarzentraub (1855) sowie seines Sohnes Jakob (1881) habe ich in den alten Unterlagen meiner Großmutter gefunden.

Doch die Geschichte geht weiter!
Die Schwarzentraubs waren Mennoniten. Durch die Suche nach Mennoniten stieß ich auf Dokumente der Amish Mennonites aus Illinois mit einer mehrseitigen Abhandlung über die Schwarzentruber/Schwarzentraubs. Uns siehe da, es waren die meinigen!

Damit konnte ich den Stammbaum zurückverfolgen bis zur Geburt des Hans Schwarzentruber in Schangnau/Kanton Bern ca. 1660. Sein Sohn, bzw. einer seiner Söhne, auch ein Christian zog nach Sellbach/Waldeck. Sein Sohn Jakob war der Vater des oben beschriebenen Christian.
Christian und Jakob waren die bevorzugten Namen dieser Familie.

Wer wanderte nun wann nach USA aus?
Eine der Töchter (Magdalena) aus erster Ehe des o.g. Christians heiratete einen Johannes Schwarzentraub (aus einer anderen Linie, die auf den Vinczenze aus Schangnau zurückgeht). Nach dem Tod ihres Ehemannes zog sie mit 5 (oder 6) Kindern im Jahre 1836 nach USA.

Das Hofgut Bubenrod hat es sogar in einen Spiegel-Artikel geschafft: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42945036.html

Und so sieht es Heute dort aus (es gibt immer noch den eigenen Friedhof)

Hobby Ahnenforschung: Bojahra (Bojara, Bojar)

Die Nachforschungen der Familie meiner Mutter verlieren sich in Ostpreussen. Die letzten Einträge verweisen auf Martin Bojar, Jacob Bojara und etliche andere, aber weiter als zur Mitte des 18. Jahrhunderts lassen sich die Spuren nicht verifizieren. Die direkte Linie endet bei Martin Bojara (möglich auch Marten Bojara), der aus Sorquitten / Joachimowen stammt. Hierzu gibt es leider keine Aufzeichungen mehr. Schade, denn die Bojaren waren schon ein interessanter Stamm: https://de.wikipedia.org/wiki/Bojaren.

Bei den Nachforschungen lernte ich, dass der Familienname auch von der Laune des Kirchenbuchschreibers abhing. So wurde der Name eines Vorfahren bis zum 3. Kind mit „Bojara“ angegeben, ab dem 4. Kind lauten die Einträge nur noch auch Bojar – hmmmm.
In der Neuzeit wurden dann kein Buchstaben mehr gestrichen, sondern eingefügt. Plötzlich wurde aus Bojara ein Bojahra 🙂

Direkte Linie endet hier:

Geheiratet 1828, im Alter von 22 Jahren, Geburt also ca. 1806 (leider nicht verifizierbar).

Hobby Ahnenforschung: Reß

Vor vielen Jahren zeigte mir mein Groß-Cousin (unsere Großmütter waren Schwestern) die Ergebnisse seiner Ahnenforschung. Das fand ich sehr interessant, aber verschiedene Faktoren (Kind, Beruf) verdrängten dieses Thema – bis zum vergangenen Jahr. Jetzt in Rente hat frau für so etwas Zeit und Muße. Inzwischen habe ich verschiedene Linien der Vorfahren bis ins 17. Jahrhundert verfolgen können und der detektivische Ehrgeiz ist erwacht noch weiter auf der Zeitlinie zurückzugehen.

Außerdem gibt es dabei Interessantes, Lustiges und auch Trauriges zu finden. Und so habe ich beschlossen das auch mal zu Papier bzw. aufs Speichermedium zu bringen.

Die Reß’sche Linie

Die Geschichte der Vorfahren des eigene Nachnamens ist für mich nicht nur interessant weil es der eigenen Name ist, sondern weil mein Vater und seine Mutter (also meine Oma) immer davon sprachen, dass die Reßens von den Hugenotten abstammen würden. Nach wenigen Stunden der Suche (die durch Vorarbeit von anderen sehr erleichtert war), musste ich allerdings feststellen, dass das mit der Religionszugehörigkeit nicht ganz so eindeutig ist. Es entwickelte sich erst ab ca. 1800 eine evangelische Linie, während das Gros der Reßens katholisch „blieb“. „Blieb“ deshalb, da der bisher älteste Fund direkten Linie ein Eintrag im katholischen Kirchenbuch von Kiedrich die katholische Trauung belegt. Die beiden Kinder (die einzigen, die ich bisher gefunden habe) wurden auch katholisch getauft.

Wer sind diese bisher ältesten Ahnen:
Joseph Reß heiratet am 31.5.1745 in Kiedrich (Rheingau) die Ursula Maria Bienstädt (eine bis heute dort ansässige Familie). In Kiedrich werden die beiden Kinder Christoph Johannes und Eva geboren. Dann machte sich die Familie – warum auch immer – auf nach Ilbenstadt (Wetterau). Dort gab es bis dahin noch keine Reß. Eva heiratet 1773 den Johannes Conrad Raufft. Über diesen Eintrag der Heirat fand ich den Hinweis auf die Abstammung aus Kiedrich. Der Sohn Christoph Johannes war 2 mal verheiratet und hatte noch einen unehelichen Sohn. Daraus entwickelten sich verschiedene Familienlinen, von denen eine die meinige ist. Leider fehlt ein Kirchenbuchband in Ilbenstadt, so dass die Herkunft weiterer Reßens, die in den folgenden Kirchenbüchern auftauchen nicht geklärt werden konnte.

Doch eine Frage steht jetzt im Raum: Woher kommt Joseph Reß?

Bei meine Suche in den Kirchenbüchern von Kiedrich bin ich auf etliche Reß gestoßen, aber auf keine Geburtsurkunde von Joseph. Aber in dem Traueintrag steht ein Hinweis „rheinfeldensis“.

Was oder welcher Ort ist damit gemeint?

  • Die erste Idee: „Rheinfelden“ in Baden. aber – Pustekuchen – das ist ein moderner Zusammenschluss verschiedener Dörfer. Um 1700 gab es dieses Rheinfelden noch nicht.
  • Die Suche in Google nach „rheinfeldensis“ führte mich zunächst auf eine falsche Spur: nach Rheinfels. Wieso? Eine Landkarte hat falsche Metadaten. Im Titel steht: „Oberrheinischer Kreis – Territorialkarte – S.R.I. circulus Rhenanus superior in quo sunt landgraviatus Hasso-Casselensis, Darmstadiensis et Rheinfeldensis, abbatia Fuldensis, principatus Waldeck et Hirschfeld … urbes imperiales Franckfurt, Fridberg, Wetzlar et…
    Auf der Karte steht allerdings „Hasso Rheinfelsensis

Die nächsten beiden Spuren warten nun:

  • Bergrheinfeld bzw. Grafenrheinfeld in der Nähe von Schweinfurt. Spur: Maria-Schmerz-Kirche-Bergrheinfeld
  • Rheinfelden auf der heutigen Schweizer Rheinseite, damals Vorderösterreich (übrigens recht interessante Geschichte der wechselnden Herrschaftsverhältnisse).

Das schweizerische Rheinfelden scheint mir sehr naheliegend wegen der Hugenottengeschichte. Aber aus fahr-technischen Gründen durchsuche ich erst mal die Kirchenbücher in Würzburg, bevor ich den 2tägigen Ausflug in die Schweiz mache.

Ach so: Wie das Weingut Reß (Eltville / Hattenheim) und die anderen Reßens in Kiedrich mit uns zusammenhängen ist noch zu klären 🙂

Die Schreibweise des Namens variiert von Reß (überwiegend) über Res, Rehs und Rehz.

Beispiele:



Immer wieder interessant: 2 Schreibweisen in einem Dokument:

Täufling: Adam Georg Joseph Rehs, Vater: Franz Joseph Reß II. !

Das Schreibweisen-Chaos endete (mein Vater besaß 3 Geburtsurkunden (Reß, Rehs und Ress), als ich einst in meinen Führerschein (Lore Ress) die Klasse 1 nachtragen lassen wollte und meinen Personalausweis dazu vorlegen musste – der lautete auf Reß. Als der Beamte dies monierte legte ich meinen Reisepass vor, denn der lautete auf Ress. Daraufhin schickte er mich nach Hause mit der Auflage die Ausweise auf eine Schreibweise umzustellen – muss ja alles seine Ordnung haben 🙂

Jetzt heissen wir alle Reß!

Nur mein Führerschein läuft weiterhin auf Ress, denn dies ist noch der historische alte graue Lappen, ausgestellt 1967!

Wir haben eine Umgehungstraße!!! – B3a

Nach gefühlten 50 Jahren der Planung und nun ca. 3 Jahren Bauzeit, wird sie heute feierlich (teil)eröffnet. An einer Stelle wird noch eine Erweiterung gebaut und an der anderen gibt es noch ein Problem – aber alle Wöllstädter hoffen auf die große Entlastung im Feierabendverkehr.

So soll es werden:  https://mobil.hessen.de/sites/mobil.hessen.de/files/content-downloads/%C3%9Cbersichtsplan_Ortsumgehung_W%C3%B6llstadt.pdf

Der Baufortschritt: https://www.loreress.de/loreress/data/b3a/

Und heute ist Eröffnung – natürlich nur für geladene Gäste …

… aber ich fahre da heute noch entlang, wo ich gestern zu Fuß unterwegs war 🙂

 

Möge die Macht mit uns sein

Es ist Pfingstsonntag morgen – Kirchengeläut (schon an der Grenze zur Belästigung, bimmelt schon 10 Minuten). Ich habe heute durch Zufall (Danke Twitter) nachgelesen, was Pfingsten für Christen bedeutet und mir dabei ausgemalt, wie ich dies meinem 7jährigen Enkel erklären würde. Dabei drängte sich mir wieder mal der Vergleich zur Macht auf (Ihr wisst schon, StawWars, Jedis …). Kann mir jemand den Unterschied erklären (zur Aussendung des ‚Heiligen Geists‘) ?

Ca 1 Stunde später (habe zwischendurch aber auch was anderes getan als Tweets zu lesen) stieß ich auf diesen Tweet:

Quelle der Aufregung: http://www.stern.de/wirtschaft/news/der-staat-schlaegt-zu–rentnerpaar-wegen-pfanddiebstahl-aus-glascontainer-vor-gericht-7474448.html

Schämt Euch:

  • Ihr Anwohner: fast würde ich Euch wünschen auch mal auf Pfandgeld angewiesen zu sein!
  • Ihr Polizisten: Gab es wirklich nichts dringenderes zu erledigen, sonst seid Ihr doch auch nicht immer gleich zur Stelle.
  • Und der Staatsanwalt schiesst den Vogel ab: Hier kann es eigentlich nur eines geben: Dienstaufsichtsbeschwerde wegen Verschwendung von Steuergeldern.
  • An den Stern: Das ist keine Justiz-Posse sondern eine Justiz-Frechheit!
  • Dank an die Richter!

Menschenwürdiger Umgang miteinander sieht anders aus! – Möge die Macht mit uns sein!

Ach ja, ….

Hihi – durch eine Twitterumfrage wieder mal an ein Jugenderlebnis erinnert worden:

Wir schreiben das Jahr 1970:
Ich, im Examensstress, habe keinen Nerv einen Urlaub für danach zu planen und lasse mich darauf ein, dass meine Eltern mir ein Zimmer in Ihrem favorisierten Urlaubsort – Velden am Wörthersee – buchen.
Eine kleine, freundliche, gehobene Familienpension am See – weit weg von dem Geist der 68er, dem aufkommenden Lebensgefühl der 70er. Nun ja …
Irgendwie pendelte ich zwischen der Verehrung durch einen, mit seiner Mutter angereisten Bonner Studenten der .. – weiss nicht mehr – und der Schicki-Micki-Szene des Jet-Sets. War lustig!

@MartinLindner fragte:
Tja, in einer Party-Nacht, in einer Hotel-Bar (Schloß-Hotel ??) begegnete ich Udo Jürgens.
War zwar nicht meine Musik, aber ein lustiges Erlebnis.